Tarifvertrag christliche gewerkschaften zeitarbeit und psa

Eine abschließende Überlegung auf Unternehmensebene ist, dass Europäische Betriebsräte (EwCs) in diesem Sektor nicht wichtig erscheinen, obwohl es einige langjährige Beispiele gibt. Randstad und UNI-Europa unterzeichneten 1995 ein Abkommen, das alle zwei Jahre überprüft wurde und eine europäische Plattform für den sozialen Dialog einrichtete, die die gleichen Merkmale wie ein EBR aufweist. Adecco hat eine Plattform für Adecco-Kommunikation in Europa (PACE) eingerichtet, obwohl Gewerkschaftsvertreter erklären, dass sich ihre Funktion auf die Bereitstellung allgemeiner Informationen für Arbeitnehmervertreter auf grenzüberschreitender Ebene beschränkt. Ansonsten äußerte sich nur das schwedische nationale Zentrum zu den EBR, wonach die MNCs diesen in den letzten zwei oder drei Jahren größere Aufmerksamkeit geschenkt haben, dass die Gewerkschaften sich jedoch nur ungern engagieren, da viele andere nationale Vertreter keine Gewerkschaftsmitglieder sind. In Italien ist die nationale Branchenvereinbarung (contratti collettivi nazionali di lavoro, CCNL) für Leiharbeitnehmer (seit dem Dekret von 2003 als « Mieter » bezeichnet) bei der Regelung dieser Arbeitsform sehr wichtig. Die jüngste Vereinbarung zwischen Assolavoro und den Gewerkschaftsabteilungen für Mietbeschäftigte wurde am 23. Juli 2008 unterzeichnet und führte eine Reihe wichtiger Begriffe und Neuerungen ein (siehe « Hauptbedingungen der Sektorvereinbarung 2008 in Italien », unten). Art und Inhalt der rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Länder werden weitgehend in Arrowsmith (2006) überprüft. Eine Reihe von Ländern hat jedoch in den letzten Jahren Änderungen vorgenommen (Tabelle 5). Die manchmal rasche Expansion des Sektors, insbesondere dort, wo viele Wanderarbeitnehmer darunter waren, hat die Besorgnis über mögliche illegale Aktivitäten wie Steuerhinterziehung, Sicherheitspraktiken (insbesondere im Baugewerbe) und « Sozialdumping » in Bezug auf Lohnsätze und Arbeitnehmerleistungen verstärkt. In Ländern wie Spanien, wo Leiharbeit besonders stark genutzt wird, geht es den politischen Entscheidungsträgern auch um die Förderung einer größeren Arbeitsplatzsicherheit und einer dauerhaften Beschäftigung. In Schweden sieht der nationale Tarifvertrag als Hauptgrundsatz vor, dass es keine Unterschiede oder Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Festangestellten in einem Kundenunternehmen geben darf, mit Ausnahmen in Bezug auf den Urlaub.

Die Vereinbarung über Angestellte und Akademiker hat jedoch keinen solchen Grundsatz. Die Forderung nach gleichem Lohn in Belgien erstreckt sich nicht auf Gesundheits- oder andere kollektive Versicherungssysteme, die in der Nutzergesellschaft gelten, obwohl die Verhandlungen im Jahr 2008 Fragen des gleichen Entgelts in der Pensionskasse umfassten. In Finnland betreffen die wichtigsten unterschiedlichen Behandlungen Die Beratung, Die Vertretung und die Ausbildung, da diese nicht in den Anwendungsbereich der Gleichbehandlungsvorschriften fallen. Eine unterschiedliche Behandlung von Löhnen, Urlauben und Renten ist auch in den Niederlanden aufgrund der sequenziellen Ansprüche des Tarifvertrags zulässig. Das ungarische Arbeitsgesetzbuch sieht die Gleichheit in Bezug auf Löhne und Boni vor, jedoch erst nach sechs Monaten Und in Bezug auf breitere Leistungen nach zwei Jahren. Darüber hinaus haben Leiharbeitnehmer keine Vertretungsrechte in den Verwenderunternehmen und sehen sich in der Praxis aufgrund von Fluktuation und begrenzter Gewerkschaftspräsenz Einschränkungen innerhalb der Agenturunternehmen ausgesetzt. In der Praxis dürften auch die Betriebsratsvertreter aus der engeren Zahl der Leiharbeiter und langjährigen Leiharbeiter kommen.